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Die Anordnung der Untersuchungshaft durch den Erlass eines Haftbefehls, ist der schwerste Eingriff des Staates gegen einen Beschuldigten. Selbst bei Kenntnis eines Ermittlungsverfahrens gegen die eigene Person, trifft die Verhaftung den Beschuldigten oftmals unvorbereitet und verändert das Leben innerhalb eines Augenblicks.

 

Was ist Untersuchungshaft?

 

Die Untersuchungshaft dient der Sicherung eines Strafverfahrens und wird dann angeordnet, wenn die Staatsanwaltschaft oder das Gericht befürchten, der Beschuldigte könne sich dem Verfahren entziehen (Flucht) oder dieses negativ beeinflussen (Verdunkelung). Ebenso wird die Untersuchungshaft bei der Gefahr der Wiederholung einer Straftat oder bei besonders schweren Straftaten verhängt.

Voraussetzungen für die Anordnung der Untersuchungshaft und den Erlass eines Haftbefehls ist zunächst ein dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten. Außerdem muss ein Haftgrund vorliegen. Haftgründe sind Fluchtgefahr (oder Flucht), Verdunkelungsgefahr, die besondere Schwere der Tat (z.B. Mord, Totschlag) und die Wiederholungsgefahr.

Fluchtgefahr besteht, wenn es aufgrund der Umstände des Falles wahrscheinlicher erscheint, dass der Beschuldigte sich dem Strafverfahren entziehen wird, als das er sich dem Verfahren stellen wird.

Verdunkelungsgefahr besteht dann, wenn das Verhalten des Beschuldigten den Verdacht entstehen lässt, dass er auf sachliche oder persönliche Beweismittel einwirken könnte (z..B. Zeugenbeeinflussung, Vernichtung von Unterlagen) und dadurch die Ermittlung erschwert oder unmöglich gemacht wird.

Wiederholungsgefahr wird angenommen, wenn der Verdacht besteht, der Beschuldigte könnte weitere schwere Straftaten gleicher Art begehen oder die Straftat, derer er verdächtigt wird, fortsetzen.

 

Beauftragung eines Strafverteidigers

 

Bei der Festnahme durch die Polizei oder der Kenntnis, dass ein Haftbefehl gegen die eigene Person vorliegt, ist es sehr wichtig, umgehend einen Strafverteidiger zu beauftragen. Meine Notrufnummer für diese Fälle lautet 0152 – 58 42 60 61 (24h-Notfalltelefon)!

Der Strafverteidiger kann in dieser wichtigen Phase für den weiteren Verlauf des Verfahrens bereits wichtige Schritte unternehmen. So ist z.B. die sofortige Kontaktaufnahme zur Polizei, der Staatsanwaltschaft und dem Haftrichter sowie die Teilnahme am Vorführungstermin (Vorführung des Beschuldigten vor dem Haftrichter) unerlässlich und erforderlich, um ggf. Einfluss nehmen zu können und eine Inhaftierung zu verhindern oder so schnell wie möglich zu beenden (z.B. durch eine Außervollzugsetzung des Haftbefehls, Haftverschonung).

Auch wenn die Anordnung der Untersuchungshaft nicht verhindert werden kann, ist die Beauftragung eines Strafverteidigers unerlässlich, damit dieser schnellstmöglich durch eine Akteneinsicht und den Kontakt zum Inhaftierten feststellen kann, ob z.B. die Stellung eines Haftprüfungsantrags bereits sinnvoll erscheint.

 

Hilfe und Beratung durch Rechtsanwalt Dörr

 

Als Strafverteidiger in Frankfurt am Main verteidige ich oft Mandanten, die zu Beginn eines Ermittlungsverfahrens in Untersuchungshaft genommen werden. Da gerade die erste Zeit der Untersuchungshaft als besonders belastend empfunden wird, stehe ich als Strafverteidiger dem Mandanten auch als Beistand zur Seite, um die Belastung verarbeiten zu können. Auch für die Angehörigen des inhaftierten Beschuldigten stehe ich als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wenn Sie als Angehöriger eines Untersuchungshäftlings Rat brauchen oder ein Angehöriger oder Freund von der Polizei festgenommen worden ist, rufen Sie mich umgehend an! Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung und werde sofort tätig!

 

Die Kontaktdaten finden Sie hier!